Basisdemokratisches Bündnis:

Zusammenhang #24 - Jan 2011

Wahlausgabe der Zeitung des Basisdemokratischen Bündnis

[Zusammenhang #24]
Zusammenhang #24

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Der aktuelle AStA-Skandal hat der Uni Göttingen in den letzten Wochen bis weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit verschafft. Von lokalen Medien wie mog, goest, Göttinger Tageblatt und HNA bis hin zu bundesweit erscheinenden Publikationsorganen wie taz und Spiegel wurde über diese in der jüngeren Vergangenheit wohl beispiellose Entwendung studentischer Gelder berichtet. Auch in der vorliegenden Ausgabe kommt dieses Thema nicht zu kurz. Mit der Frage, was der AStA aktuell ist und was er sein könnte, setzen sich gleich mehrere Artikel auseinander. Den Auftakt bildet ein umfassender Bericht zum Verschwinden der 25.000 Euro und zum ADF/RCDS-Schweigekartell. Daran anschließend schildern Betroffene aus verschiedenen Fachbereichen, wie eben jene Personen, die diesen Verlust politisch zu verantworten haben, basisnahe Gremien durch neue Finanzrichtlinien gängeln und gezielt in ihren politischen Handlungsmöglichkeiten einschränken. Unter dem Titel „Ich bau‘ dir ein Schloss – aus Studiengebühren“ wird schließlich analysiert, wie die Uni Göttingen die Gelder der Studierenden nutzt, um neue Prestigeobjekte zu schaffen – und welche Rolle ADF-Seilschaften dabei spielen.

Wir wollen nicht verschweigen, wie man es besser machen könnte: Der Frage, „Was soll das Gerede vom angeblich rechten AStA?“, stellt sich einer unserer Autoren und plädiert nachdrücklich für eine Studierendenvertretung, deren Blick nicht an der Campusgrenze aufhört. Erfreulichen und erfolgreichen Basisinitiativen widmen sich zwei weitere Artikel: Die Verlängerung der Magisterstudiengänge an der Philosophischen Fakultät beweist, dass Studierenden sich gegen Zumutungen durchaus effektiv zu Wehr setzen können. Der Bericht „Für gesellschaftliches Engagement“ zeigt hingegen, dass soziale Bewegungen auch staatliche Angriffe nicht einfach hinnehmen müssen. Über vierzig Göttinger Gruppen haben sich im vergangenen Jahr angesichts zunehmender Repression zusammengeschlossen und lokal schon für einigen Wirbel gesorgt.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass vom 25. bis 28. Januar wieder Wahlen zu verschiedenen Uni-Gremien stattfinden. Die Gelegenheit, dem derzeitigen AStA die Quittung für seine Machenschaften zu verpassen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Deshalb: Liste 4, Basisgruppen wählen! Unser Wahlprogramm findet ihr auf der Rückseite.

Viel Spaß beim Lesen,

eure Aktivist_innen des Basisdemokratischen Bündnis

Vom Mo, 14.03.11

Warum es sich lohnt zu kämpfen

Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät hatte in den Jahren 2005/2006 beschlossen, die Magisterstudiengänge zum Sommersemester 2011 auslaufen zu lassen. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung gingen viele Studierende noch davon aus, bis zum gesetzten Termin ihr Studium beendet zu haben oder sie vermuteten, dass die Regelung im Zweifelsfall ohnehin keinen Bestand haben würde. Protest gegen diese Bestimmung regte sich daher nicht. Vier Jahre später war dann absehbar, dass es unter den gegebenen Umständen mehreren hundert Studierenden nicht möglich sein würde die Uni mit dem angestrebten Abschluss zu verlassen. Innerhalb kurzer Zeit erkämpften die Betroffenen eine deutliche Verlängerung. mehr...

Vom Di, 18.01.11

AStA-Finanzskandal

Haushaltsposten „sonstiges“: ... minus 25.000 Euro. mehr...

Vom Di, 18.01.11

AStA is watching you

Über Finanzpolitik und Kontrolle Der AstA hatte in den letzten Jahren nichts Besseres zu tun als die Arbeit der Fachschaften und Fachgruppen systematisch zu behindern. Jetzt haben sich verschiedene Fachschaften und Fachgruppen in einem offenen Brief gegen diese Politik ausgesprochen. mehr...

Vom Do, 20.01.11

Ich bau‘ dir ein Schloss

... aus Studiengebühren Die Universität Göttingen plant ein neues Großprojekt. Finanziert aus »Studiengebühren« entsteht am Zentralcampus ein neues Gebäude: Das »Lern- und Studienzentrum«. Nach außen wird der Eindruck erweckt, das Projekt wäre vorgeschlagen und unterstützt von Studierenden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. mehr...


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